Requiem for Peace – Frigyes Hidas

Das eindrucksvolle „Requiem“ des ungarischen Komponisten Frigyes Hidas (1928-2007), reiht sich in der Tradition der großen romantischen Requien Faurés, Berlioz und Verdis mit großem Chor, Solistenquartett und – nunmehr – sinfonischem Blasorchester ein. Düstere Akkorde leiten das etwa einstündige Werk ein, doch schon nach den ersten Takten weicht jene Dunkelheit dem Licht und eröffnet dem Zuhörer den Zugang der ursprünglich in der katholischen Liturgie verhafteten Messe für die Verstorbenen: Selbst in Zeiten tiefster Dunkelheit ist es die Zuversicht, der unüberbietbaren Liebe und wohltuenden Geborgenheit Gottes gewiss zu sein. Von diesem Gedanken getragen, ist auch Hidas´ Widmung („im Gedenken alle Opfer vergangener Kriege“) zu verstehen: Bei der Frage um den Frieden geht es nicht nur um eine Vertröstung auf eine kommende, jenseitige Zeit. Mit der Erinnerung und dem Gebet für die Verstorbenen verbindet sich vielmehr auch die Hoffnung auf ein Ende aller Feindseligkeit und der andauernden Konflikte in heutiger Zeit. Somit ist Hidas´ Requiem ein klingendes Mahnmal für Toleranz und Frieden.

Und ebenso ist auch Hidas´ Musik stets optimistisch, klangschön und ausdrucksstark beschaffen: Gekennzeichnet durch melodischen Reichtum und harmonische Tiefe, weiß sie auch rhythmisch vielerorts wachzurütteln. In Kombination mit dem traditionellen Requiemtext gelingt es Hidas in sensibler Art und Weise der Musik immer wieder neue Facetten abzugewinnen, die von kraftvollen Blechbläserfanfaren bis zu einem fast kammermusikalischen Klang reichen.

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